Architekturführer Köln – 103 Zeitgenössische und Moderne Bauten und Quartiere

Das gemeinsam mit »koelnarchitektur« indizierte Projekt ist Ausdruck unserer Begeisterung für Architektur.

Köln hütet einen einzigartigen Architekturschatz, der am besten kultiviert werden kann, wenn viele davon erfahren. Dies war die Motivation für ein eigenes mit koelnarchitektur indiziertes Buch, dass die Schönheit der Stadt aufdeckt und Ausdruck unserer Begeisterung für Architektur ist.

In einer einfachen und nachvollziehbaren Struktur und mit kraftvoller Typografie beschreibt das knapp 300 Seiten starke Taschenbuch 103 Kölner Bauten und Quartiere. Die markante Farbgebung im Kölner Brückengrün – verordnet von Konrad Adenauer im Jahr 1929 – gibt dem Buch seine überraschende und markante Erscheinung – hier stellt sich Köln ausnahmsweise mal nicht „rut un wiess“ dar. Die schwarz-weiß Architekturfotografie sowie vereinheitlichte, piktogrammhafte Grundrisse und Schnitte, die die Besonderheiten aller Projekte erfassen, geben dem Buch seinen eigenständigen Charakter, ebenso wie der nach Architekturbüros und Kategorien geordnete Apparat.

Begründung der Jury

„Köln. Architektur. Ohne Dom und romanische Kirchen geht es normalerweise ja nicht. Dennoch: Köln ist eine Stadt des zwanzigsten Jahrhunderts und eine Stadt von heute – genau darum geht es in diesem kompakten Architekturführer. Kompakt erscheint er von außen: Der dreiseitige Farbschnitt verleiht dem stattlichen Umfang in griffigem Format auch optisches Gewicht. Er hat dieselbe Farbe wie die Schmuckfläche des Kartonumschlages. Kein Betongrau, kein Wappenrot – sondern ein gräuliches Grün, ein Stück Köln sozusagen, denn es zitiert die für die Stadt so bedeutenden modernen Brückenbauwerke über den Rhein.

Im Inneren ringt die Gestaltung dem handlichen Format maximale Großzügigkeit ab. Üppige Wirkung entfaltet sich aus minimalistischer Stringenz heraus. Die Schrift ist auf einen einzigen Schriftschnitt beschränkt – den fetten einer sehr geometrischen Serifenlosen mit markanten Ziffern. Für die Differenzierung der Textsorten genügen drei Schriftgrade. Die grüngraue Schmuckfarbe dient der Schriftauszeichnung, Kapitelgliederung und den Übersichtsplänen. Die winzigen Grundrisse oder Schnitte gewinnen Prägnanz, indem sie negativ gestellt sind – sehr ungewöhnlich, aber absolut dienlich.

Linke Seite Text, rechte Seite ein großes Bild mit konstanter Breite, ohne gestalterische Tricks und exotische Innovationen – so selbstverständlich und selbsterklärend sind die Teile aufeinander bezogen, dass das Buch in letzter Konsequenz auf Seitenzahlen verzichtet. Das schwarze Lesebändchen ist auch ein Zeichen besonderer Würde – fast wie bei einem Gebetbuch. Auch das passt zu Köln.

Und vielleicht dringt sogar ein Schuss kölsch-patriotischer Zentrismus durch das originelle Zielscheiben-Ö der monumentalen Titelzeile.“

 

Quelle: Stiftung Buchkunst

Herausgeber: Barbara Schlei, Uta Winterhager, Tobias Groß
Erscheinungsjahr: 2015, aktuell in der 3. Auflage
Umfang: 252 Seiten
Format: 11 x 18 cm
Abbildungen: Zahlreiche Zeichnungen und schwarz-weiß Fotos von 72 Fotografen
Cover: Broschiert mit Farbschnitt
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3863357207